Interior-Fans legen selbst Hand an
Foto: djd/Deutsches Tapeten-Institut
(djd). Durch Tapezieren lässt sich ein Raum komplett positiv verändern. Und bei dieser Verschönerung liegt Selbermachen nicht nur im Trend, es macht auch noch Spaß. Für einen großen Effekt bei möglichst minimalem Aufwand gibt das Deutsche Tapeten-Institut praktische Tipps:
Planung
Zunächst gilt es, die richtige Tapete für den Raum zu finden. Soll sie besonders strapazierfähig sein? Hat das Zimmer viel Sonnenlicht? Auf den Beipackzetteln der Tapetenrollen sind die
wichtigsten Eigenschaften der Tapete durch Piktogramme angegeben, die zeigen, wie wasch- oder lichtbeständig eine Tapete ist. Unter www.tapeten.de können sich Renovierneulinge informieren. Der Fachhandel bietet zusätzliche Beratung zu Tapete und Zubehör sowie die Möglichkeit, in Musterbüchern zu stöbern.
Vorbereitung
Die Wand, an der die Tapete angebracht wird, sollte trocken, fest, sauber und glatt sein. Alte Tapetenreste müssen mit Wasser und Tapetenablöser komplett entfernt werden, sonst drücken sie sich durch die neue Tapete durch. Unebene Stellen an der Wand sollten Hobbyheimwerker mit Spachtelmasse glätten.
Ran an die Wand
Vliestapeten haben den Vorteil, dass sie direkt auf die eingekleisterte Wand angebracht werden. Zum Zuschnitt der Tapetenbahnen wird die Raumhöhe gemessen, zum Ergebnis werden noch zehn Zentimeter Verschnitt gerechnet. Anfänger sollten beim Zuschneiden vor allem auf den Rapport achten, das heißt, die Musterfigur der ersten Bahn wird an die Musterfigur der zweiten Bahn angepasst. Es wird immer von der Lichtquelle, also vom Fenster, weg tapeziert. An einer vorher markierten senkrechten Linie wird die erste Tapetenbahn mit etwas Überstand oben an der eingekleisterten Wand angesetzt und mit der Tapezierbürste festgestrichen. Zum Schluss wird der Überstand entfernt. Die folgende Bahn wird Stoß auf Stoß auf die gleiche Art daneben gesetzt. Die Nähte werden mit einem Nahtroller geglättet und festgedrückt.
Diese und weitere Informationen gibt es auch als Video auf dem Youtube-Kanal "tapetentv" unter dem Titel "Richtig Tapezieren".
Tapezieren ohne viel Aufwand: Vliestapeten
Wer Vliestapeten wählt, spart beim Tapezieren Zeit und Arbeit, denn im Unterschied zu Papiertapeten entfällt bei ihnen die Weichzeit. Ein entsprechender Qualitäts-Vlieskleister kann zudem sicher und spritzfrei direkt auf die vorbereitete Wand aufgetragen werden. Wandbeläge aus Vlies passen sich auch unebenen Wänden an und gleichen kleine Mängel aus. Beim Tapetenkauf sollte man auf das sogenannte "RAL-Gütezeichen" achten. Es steht für Qualitätsprodukte ohne gesundheitlich bedenkliche Rohstoffe.