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Der Klimawandel begünstigt die Schneckenplage

Auf Raubzug im Garten

Die Spanische Wegschnecke zählt zu den Schneckenarten, die sich im Garten in den vergangenen Jahren am stärksten verbreitet hat.
Foto: djd/praxis press Public Relations
(djd). Freibier in Fallen, Barrieren aus Rindenmulch oder getrockneter Kaffeesatz als Lockmittel: Die Liste der Hausmittel gegen Schnecken ist lang, doch die meisten von ihnen bleiben ohne nachhaltige Wirkung. Immer wieder aufs Neue müssen Hobbygärtner daher nach einem erfolgreichen Bekämpfungsmittel gegen die gefräßigen Kriechtiere suchen. Mit dem Klimawandel hat die Schneckenplage im Garten sogar deutlich zugenommen. Vor allem die aus Südeuropa eingewanderte Spanische Wegschnecke fällt in einer regelrechten Invasion über die Gartenpflanzen her.

Robuste Räuber

Im schneereichen Winter können ihre Eigelege sowie ihre Jungtiere unter der dicken Isolierschicht der weißen Pracht problemlos überleben. Minustemperaturen dringen dabei nicht zu tief in den Boden ein, so dass dieser nicht oder nur wenige Zentimeter tief gefriert. Darunter ist es gleichmäßig feucht und kühl - damit finden die Schnecken optimale Klimabedingungen vor. Auch trockene und heiße Sommer stecken die schleimigen Einwanderer aus dem Süden mühelos weg. "Die Spanische Wegschnecke ist inzwischen die am häufigsten anzutreffende Nacktschnecke in Deutschland, sie ist sogar schon bis in die Gärten von Schweden und Norwegen vorgedrungen. Bei der Bekämpfung dieser unerwünschten Eindringlinge ist die Kombination mehrerer Verfahren die sinnvollste Maßnahme", empfiehlt Gartenbauexpertin Brigitte Goss von der Bayerischen Gartenakademie Veitshöchheim.

Gezielte Wirkung

Abhilfe schafft beispielsweise ein Schneckenzaun, der Beete oder den ganzen Gemüsegarten vor der unliebsamen Zuwanderung schützt. Aber auch in seinem Inneren müssen Gartenfreunde den kleinen Plagegeistern zu Leibe rücken. Bewährt hat sich dabei Schneckenkorn mit dem spezifischen Wirkstoff Metaldehyd, wie er beispielsweise in den Schneckenmitteln von Celaflor, Compo, Etisso oder Bayer enthalten ist. Schon 40 bis 50 Körner pro Quadratmeter genügen, denn der Inhaltsstoff wirkt schnell und gezielt. Für den Boden und die Nützlinge des Gartens ist er bei sachgemäßer Anwendung ungefährlich. Unter www.praxis-press.de gibt es weitere Tipps zur wirksamen Schneckenbekämpfung.

Schnell und sicher

Metaldehydhaltiges Schneckenkorn wirkt gezielt auf die Schleimzellen von Schnecken, die darauf mit einer starken Schleimabsonderung reagieren. Hautschutz, Verdauung und Fortbewegung der Kriechtiere sind gestört, so dass sie nicht mehr zur Nahrungsaufnahme fähig sind. Die Pflanzen sind somit schon kurze Zeit nach der Schneckenkornanwendung vor den gefräßigen Räubern sicher, und dieser Erfolg hält bis zu zwei Wochen an. Die Bodenorganismen bauen den Wirkstoff auf natürliche Weise wieder zu Wasser und Kohlendioxid rückstandsfrei ab.

 

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