Unerschöpflich und rentabel
Foto: djd/Bundesverband Solarwirtschaft
(djd). Die Sonne bleibt unverändert im Fokus der Umweltpolitik: Auf eine kräftige Kostenbeteiligung des Staats können sich alle freuen, die von einer alten Öl- oder Gasheizung auf umweltfreundliche Heizsysteme mit Solarenergie umsteigen. Das erleichtert privaten Haushalten den Einstieg in die Nutzung einer Energiequelle, die unerschöpflich zur Verfügung steht. Zudem verspricht die Investition in Sonnenenergie für die Heizung und Warmwasserbereitung eine langfristig gute und
sichere Rendite.
Langfristig gute Rendite
"Wer klug vorsorgen will, sollte auf solares Heizen setzen", rät auch der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e. V., Carsten Körnig. Rechne man steigende Öl- und Gaspreise, die Inflationsrate und die Energieeinsparung für die moderne Technik ein, erbringe die Investition in eine Solaranlage derzeit eine Rendite von bis zu 4,6 Prozent im Jahr und liege damit deutlich vor dem Sparbuch mit 0,25 bis 1,5 Prozent Zinsen pro Jahr oder einem Tagesgeldkonto, das auch nur 1,1 bis 2,2 Prozent erzielt. Auch für den Umweltschutz bringt das Geld auf der Bank keinerlei Gewinn. Carsten Körnig: "Eine gut geplante Solarthermieanlage hält dagegen Jahrzehnte und ist langfristig wirtschaftlich."
Förderungen werden künftig geringer
Am günstigsten ist es, eine Anlage zur Nutzung der Sonnenwärme noch 2011 errichten zu lassen. Dann gibt es zum Beispiel für ein normales Einfamilienhaus vom Staat eine Förderung von ungefähr 1.800 Euro, ab 2012 wird die gleiche Anlage mit nur mehr rund 1.400 Euro unterstützt. Im Rahmen der "Basisförderung" gibt es pro Quadratmeter Solarkollektorfläche 120 Euro, ab 2012 nur noch 90 Euro. Und der Kesseltauschbonus für den Ersatz des alten Kessels und die Anschaffung einer Brennwerttherme mit Solarunterstützung beträgt aktuell 600 Euro, ab 2012 aber lediglich 500 Euro. Die gleichen Sätze gelten im Übrigen auch als regenerativer Kombinationsbonus für solares Heizen in Kombination mit anderen erneuerbaren Energien. Unter www.solartechnikberater.de und www.bafa.de gibt es weitere Informationen zur Förderung solarer Systeme.
Solaranlage richtig installieren
Am besten geeignet für die Errichtung einer Solaranlage sind Dachflächen mit einer Neigung von 20 bis 60 Grad und einer Ausrichtung zwischen Südost und Südwest, auf die kein Schatten, etwa durch große Bäume oder Hochhäuser, fällt. Mit entsprechenden Ständern ist aber auch eine Aufstellung auf Flachdächern, an den Außenwänden des Hauses oder sogar im Garten möglich. Wer eine Solaranlage im Rahmen eines Neubaus einplant, kann in der Regel rund 20 Prozent der Kosten gegenüber einer nachträglichen Errichtung einsparen. Unter www.solartechnikberater.de gibt es Informationen.