Die Sonne lässt die Heizkosten schmelzen
Foto: djd/Bundesverband Solarwirtschaft
(djd). Nicht nur beim Blick aufs Thermometer frösteln Hausbesitzer, solange der Winter noch nicht gewichen ist - auch die drohende Heizkostenrechnung lässt sie erschauern. Einen Ausweg aus der Heizkostenfalle bietet zum Beispiel die Nutzung der Solarenergie. Die Sonnenstrahlen lassen sich nicht nur zur Erzeugung elektrischer Energie, sondern auch direkt zur Unterstützung der Heizung und zur Bereitung von warmem Wasser nutzen.
Bis zu 50 Prozent der Heizenergie aus der Sonne
gewinnen
Hausbesitzer können gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn sie auf eine Kombination aus Brennwertkessel oder moderner Feststoffheizung mit einem Solarthermiesystem setzen. Sie schonen die Umwelt, schaffen sich ein Stück Unabhängigkeit von der Entwicklung der Energiepreise und können für die Zukunftsinvestition auf dem Dach auf staatliche Fördertöpfe zurückgreifen.
"Angesichts steigender Preise für Öl und Gas kann sich die Investition in Solarthermie bereits innerhalb weniger Jahre amortisieren", erklärt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. Denn eine Solaranlage kann in Verbindung mit einem modernen Heizkessel den Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent senken.
Zuschuss vom Staat
Mit Anschaffungskosten von 10.000 bis 12.000 Euro muss ein Vier-Personen-Haushalt für eine Flachkollektorenanlage zur Heizungsunterstützung rechnen. Rund zehn Prozent schießt der Staat über das sogenannte Marktanreizprogramm zu. Im Neubau ist die Installation eines Solarsystems noch günstiger zu haben. Rund 20 Prozent können gegenüber einer nachträglichen Installation eingespart werden, da die Kosten für den Standard-Wasserspeicher zugunsten des Solarspeichers entfallen und direkt ins Dach integrierte "Indach-Kollektoren" die Eindeckung darunter überflüssig machen. Unter www.solarfoerderung.de gibt es Informationen zu Fördermöglichkeiten und eine bundesweite Adressensuche für Solarexperten und Fachbetriebe.
Heizöl: Jeder gesparte Liter zählt
Um die 70 Euro pro 100 Liter bewegte sich der Heizölpreis im Herbst 2010. Trotz vorübergehender Preisrückgänge muss ein Haushalt mit Ölheizung daher heute rund das Doppelte für eine warme Wohnung und warmes Wasser bezahlen wie noch vor zehn Jahren. Sinkt der Energieverbrauch durch ein gut geplantes Solarsystem um 50 Prozent, verbraucht ein durchschnittliches deutsches Einfamilienhaus rund 1.500 Liter Öl weniger im Jahr. Damit ist die finanzielle Einsparung bereits heute beachtlich - und wird bei steigenden Energiepreisen noch deutlich größer sein.