Neue Fenster, gedämmtes Dach, effektive Heizanlage – umweltbewusstes Bauen liegt im Trend. Die Produkte, die dabei zum Einsatz kommen, sollen für Energie- und somit Kosteneinsparung sorgen. Allerdings bekommt dieser Zugewinn einen bitteren Beigeschmack, wenn die verwendeten Materialien selbst voller Schadstoffe stecken und umweltschädlich hergestellt wurden. Mit einer luft- und winddichten Gebäudehülle des Schweizer Herstellers Siga passiert das nicht.
Ein Produkt, das durch seine Verwendung die Umwelt schont, aber selbst umweltschädlich ist? Dieses Paradoxon ist mit der luft- und winddichten Gebäudehülle des Schweizer Herstellers Siga ausgeschlossen. Sie senkt einerseits den Energiebedarf eines durchschnittlichen Einfamilienhauses um rund zwei Drittel: Die Wärme bleibt im Haus und entweicht nicht durch Leckagen. Bereits eine Fuge von einem Millimeter Breite und einem Meter Länge mindert in diesem Bereich nämlich die Wärmedämmung um rund 40 Prozent. Andererseits ist die Gebäudehülle selbst absolut ökologisch hergestellt. Ihre Bestandteile – Dampfbremsen, Klebemassen und -bänder – sind ausnahmslos in den unternehmenseigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Schachen und Ruswil entstanden.
Bei sämtlichen Produktionsverfahren kommt Regen- anstatt Trinkwasser zum Einsatz. Die aufgewendete thermische Energie wird durch Wärmerückgewinnung recycelt und erneut verwendet. Auch verzichtet Siga bei der Herstellung konsequent auf gesundheits- und umweltschädliche Rohstoffe. Alle Produkte sind frei von Lösungsmitteln, Hochsiedern, Formaldehyd, Chlor und Weichmachern. Die Fertigungshalle ist aus dem nachhaltigen Baustoff Holz errichtet. Davon kam eine so geringe Menge zum Einsatz, dass der gesamte Schweizer Wald die Hölzer in 45 Minuten nachwachsen lassen könnte. Für die Konstruktion erhielt Siga den Zentralschweizer Holzbaupreis.
Mit einer luft- und winddichten Gebäudehülle lassen sich rund ein Drittel der bisherigen Heizkosten einsparen. Deshalb schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) diese Maßnahme für Neubauten und Sanierungen vor. Indirekt ist die Hülle durch eine Vielzahl von Programmen des Bundes, der Länder und Kommunen im Bereich der energetischen Gebäudeoptimierung förderfähig. Dies allerdings nicht als Einzelmaßnahme, sondern im Zusammenhang mit weiteren Verbesserungen, wie beispielsweise dichteren Fenstern.
Informationen zu den ökologischen Klebebändern und Dampfbremsen gibt es auf www.siga.ch. Unter www.kfw-foerderbank.de finden sich Details zu Förderprogrammen.
Zum Bild: Von Anfang an ökologisch: Im Produktionsgebäude in Ruswil fertigt der Schweizer Hersteller Siga Klebebänder ohne gefährliche Schadstoffe zu verwenden. Dass dabei kein Trinkwasser, sondern gesammeltes Regenwasser zum Einsatz kommt, ist für das Unternehmen genauso selbstverständlich wie die Anwendung von Wärmerückgewinnungsverfahren.
Bild und Text: SIGA


