Sommerlich genießen: der Garten im Juni
Foto: djd/www.roundupgarten.de
Von unserem dtd-Korrespondenten Johannes Neisinger
(dtd). Im Juni steht alles in voller Blüte – jetzt können Hobbygärtner bereits vieles genießen, was sie im letzten Herbst oder im Frühjahr mit ihrer Hände Arbeit auf den Weg gebracht haben. Frühe Sommerblumen und viele Blühsträucher stehen jetzt in voller Blüte, die ersten frühen Rosen öffnen ihre Knospen, und im Obst-, Gemüse- und Kräutergarten gibt es schon
einiges zu ernten.
Bis Johanni ist Rhabarber- und Spargelzeit
Rhabarber und Spargel kann man noch bis zum Johannistag am 24. Juni ernten. Danach sollten sie in aller Ruhe Stängel und Blätter bilden können, um Kräfte für die Saison 2012 zu sammeln. Je nach Region sind jetzt auch schon Johannisbeeren und Stachelbeeren erntereif und machen Lust auf leckere selbst kreierte Marmeladen, Gelees und Konfitüren. In warmen Regionen können sogar schon die ersten Aprikosen reifen. Und natürlich ist jetzt Erdbeerzeit. Damit die aromatischen Früchte (z.B. Hummi, www.hummel-erdbeeren.de) gut gedeihen, kann man Stroh unter den Pflanzen ausbringen. So kommen die reifen Früchte nicht mit dem feuchten Boden in Berührung und können nicht faulen. Auch Schnecken haben es im trockenen Stroh schwerer, an die köstliche Beute zu gelangen.
Auch lästigen Mitessern schmeckt‘s
Sollten die gefräßigen Kriecher vermehrt auftreten und zarte Früchte und Pflanzen schädigen, hilft im Zweifelsfall Schneckenkorn. Der Wirkstoff Metaldehyd, der in Produkten von Compo, Celaflor, Etisso oder Bayer enthalten ist, wirkt sofort und schädigt bei sachgemäßer Anwendung weder Nützlinge oder Haustiere noch den Boden. Wenn sich in den Obstbäumen Apfel- oder Pflaumenwickler-Schmetterlinge blicken lassen, bekämpft man sie am besten giftfrei mit Pheromonfallen, deren Lockstoffe die Männchen anlocken und so an der Fortpflanzung hindern. Zeigen sich z.B. auf den Rosen Blattläuse, hilft ein Gemisch aus Wasser und Seifenlauge mit einem Spritzer Spiritus, die man mit einem Pflanzensprüher gründlich auf die Blattober- und -unterseiten aufbringt.
Sommerlicher Vitamicocktail für die Grillparty
Als vitaminreiche Begleiter zur Grillparty sind Kopfsalat, die ersten Erbsen, Möhren und Radieschen, Spinat und jede Menge Kräuter erntereif. Nicht vergessen: eine klassische Erdbeerbowle gehört unbedingt dazu! Besonders lecker und frisch schmeckt sie mit ein oder zwei Minzstängeln extra aus dem Kräuterbeet. Neu in den Boden können jetzt noch Sommerkarotten, Rettich, sowie Zucchini und Kürbis, verschiedene Bohnensorten, Kohlrabipflänzchen, Gurken, Mangold und Lauch. Kräuter und Radieschen sät man jetzt nach, damit es weiterhin vviele selbst gezogene Vitamine zu den sommerlichen Grilleinladungen gibt.
Blüten abknipsen – so bleiben die Pflanzen bei Kräften
Damit im Blumenbeet alles in bester Ordnung bleibt, knipst man verwelkte Blüten regelmäßig ab, auch bei den Frühjahrssträuchern sollten sie entfernt werden. So bilden sich keine Samen, die der Pflanze Kräfte rauben würden. Entfernt man aus den Beeten regelmäßig Wildkräuter, können sie sich gar nicht erst mit tiefen Wurzeln festsetzen. Ebenfalls hilfreich ist eine Schicht aus Rindenmulch, die es zum Beispiel als Premium Pinienrinde aus heimischen Kiefern (Pinus sylvestris) von ASB Grünland in dekorativen Varianten gibt (mehr unter www.asb-greenworld.de).
Giersch: lästig, aber wenigstens essbar
(dtd). Im Juni blüht auch der Giersch oder Geißfuß, dessen Anblick allerdings die wenigsten Gärtner erfreut. Der Schirmblütler mit seinen gezackten Blättern, der fast überall in Europa in schattigen Lagen wächst, ist äußerst zäh und kann eigentlich nur entfernt werden, wenn man die betroffene Erde komplett siebt und alle weißen, leicht brechenden Wurzelstücke entfernt. Systemisch wirksame Pflanzenschutzmittel wie Roundup von Scotts Celaflor bekämpfen das Kraut wurzeltief und damit ebenfalls gründlich. Sie sind weder bienengefährlich noch bodenaktiv. Versucht der Giersch, das Regiment im Rasen zu übernehmen, schafft konsequentes regelmäßiges Mähen Linderung: der Giersch wird nicht besiegt, aber wenigstens in Schach gehalten. Erhebt der Geißfuß dennoch immer wieder sein Haupt, haben Gärtner, die kulinarische Experimente lieben, zumindest einen Trost: Giersch ist vitaminreich und hervorragend essbar, er lässt sich zum Beispiel wie Spinat blanchieren oder im Salat verarbeiten. Vorsicht: Giersch sieht entfernt dem giftigen Schierling ähnlich. Eindeutiges Unterscheidungsmerkmal: Giersch hat deutlich dreieckige Stängel, Schierling dagegen runde.
So kommt der Rasen gut in den Sommer
(dtd). Am wichtigsten für den Rasen ist jetzt ein regelmäßiger Schnitt, der ruhig alle fünf Tage stattfinden darf. Das regt das Wachstum an und lässt das Gras dichter und trittfester wachsen. Ideal für einen normalen Hausgarten ist ein leiser Rasenmäher mit leistungsstarkem Akku-Antrieb (z.B. unter www.viking.de, www.bosch-pt.de), wenn man trotz des häufigen Mähens mit den Nachbarn in Frieden leben möchte. Zeigt sich ein Unkraut, sticht man es am besten sofort aus, bevor es sich ausbreiten oder nach der Blüte aussäen kann. Wässern ist im Juni nur bei großer Trockenheit nötig. Wer jetzt schon einen Urlaub plant, sollte keinesfalls kurz zuvor düngen – sonst „schießt“ das Gras während der Abwesenheit. Der letzte Schnitt vor dem Urlaub sollte nicht zu kurz ausfallen, dann machen trockene Phasen der Wiese weniger zu schaffen. Nach dem Urlaub nicht sofort wieder kurz, sondern über zwei bis drei Wochen hinweg stufenweise kürzer schneiden.
Formbüsche jetzt schneiden
(dtd). Formbüsche wie Buchsbaum sowie andere Laubbüsche schneidet man jetzt, damit sie ihre Form behalten. Je nachdem, wie groß die Pflanzen sind und wie viele man bearbeiten muss, schafft man dafür eine passende Heckenschere oder einen Heckenschneider an, die es z.B. von Stihl mit Benzinantrieb, Elektrokabel oder Akku gibt (www.stihl.de). Die Schneider sollten immer scharf sein, damit sie das Laub nicht quetschen – das könnte die Pflanzen schwächen und Schadbakterien das Eindringen erleichtern. Hecken schneidet man nur ganz vorsichtig, denn die Vögel haben Brutzeit.
Guter Grund für die Terrassensaison
(dtd). Im Juni wird die Terrasse zum liebsten Aufenthaltsraum im Haus, denn jetzt gibt es die ersten sommerlich-warmen Nächte, an denen man seinen Platz unterm Sternenzelt auch zu fortgeschrittener Stunde nicht räumen möchte. Damit der Aufenthalt rundum gelungen ist, benötigt so mancher Freisitz mal eine „Frischzellenkur“. Die beginnt meist mit dem Ersatz eines alten nicht mehr schönen Bodens: Besonders elegant sind Fliesen, die sich aus dem Wohnzimmer bruchlos bis auf die Terrasse erstrecken (www.fliesenverband.de). Beliebt bei Selbermachern sind Böden aus Holzdielen, die angenehm trittwarm beim Barfußlaufen und mit etwas Geschick auch einfach zu verlegen sind. Eine Alternative zu tropischen Harthölzern, deren Herkunft oft zweifelhaft ist und die lange klimabelastende Transportwege hinter sich haben, ist so genanntes „Dauerholz“ Dafür werden einheimische Hölzer so mit einem Spezialwachs durchtränkt, dass sie ähnlich dauerhaft und wetterfest wie etwa Bangkirai werden (www.dauerholz.de). Ganz besonders haltbar und pflegeleicht sind Terrassendielen aus Holzverbundmaterialien (z.B. von www.mydeck.de). Sie vereinen die angenehmen optischen und haptischen Eigenschaften von Holz mit äußerst hoher Wetterfestigkeit. Zusätzlich empfiehlt sich der Einbau einer Drainage (z.B. von www.gutjahr.com), die verhindert, dass sich im Terrassenbereich Wasser staut und dem Belag oder dem Untergrund zu schaffen macht.