Kühler Kopf für kühle Rechner
Foto: djd/somfy
(djd). Mehr Licht im Haus, schöne Aussichten nach draußen: Große Glasflächen schaffen in modernen Häusern mehr Lebensqualität. Im Sommer kann dies allerdings zum Nachteil werden. Wenn die Sonnenstrahlen ungehindert ins Haus fallen, heizen die Räume sich auf. Hohe Temperaturen aber sind unangenehm - für manche können sie sogar eine gesundheitliche Belastung darstellen.
Sensoren und Steuerungen für perfekt geregelten Sonnenschutz
Mit automatischen Sonnenschutzsystemen lassen
sich die Temperaturen nach einer Studie, die im Auftrag der europäischen Sonnenschutzorganisation "ES-SO" erstellt wurde, um bis zu neun Grad senken. Der Wohnkomfort an heißen Tagen verbessert sich damit deutlich. Zugleich leistet der Sonnenschutz einen wichtigen Beitrag zum Energiesparen, da er stromfressende Klimageräte und Ventilatoren entlastet oder gar komplett ersetzt. Für angenehme Temperaturen im Haus sorgen Motorisierungen des Sonnenschutzes auch dann, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. Gesteuert werden sie von Funk-Sonnensensoren wie beispielsweise der "Sunis Wirefree RTS" von somfy. An der Hausfassade montiert, gibt der Sensor Rollläden und Markisen automatisch den Befehl zum Schließen, bevor ein programmierter Einstrahlwert erreicht ist. So hat die Mittagshitze keine Chance.
Nachts kommt kühle Luft hinein
Optimal ist die Kopplung des Sonnenschutzes am Tag mit einer Lüftung, die die kühle Nachtluft ins Haus lässt. Fenster und Rollläden lassen sich mit einer Zeitschaltuhr wie der "Chronis RTS smart" zuverlässig in die entsprechende Lüftungsposition bringen. Die Räume kühlen über Nacht ab, und am nächsten Tag erwärmen sie sich erst später. Durch solche kombinierten Sonnenschutzmaßnahmen lässt sich die Innentemperatur insgesamt um bis zu neun Prozent senken. Da die Räume nicht oder deutlich weniger gekühlt werden müssen, sparen Hausbesitzer Strom und entlasten zugleich die Umwelt: Um jährlich mehr als 100 Millionen Tonnen könnten durch konsequenten Sonnenschutz allein bei der Gebäudekühlung in Europa Kohlendioxidemissionen reduziert werden. Unter www.dynamische-daemmung.de gibt es Informationen und Bezugsquellen.
Der "Süden" ist weniger betroffen
Besonders wichtig ist im Sommer ein guter Sonnenschutz an den Ost- und Westfassaden eines Gebäudes. Vormittags und nachmittags, wenn die Strahlen schräg einfallen, bestreichen sie vor allem diese beiden Seiten des Hauses. Ausgerechnet die Südseite dagegen ist weniger betroffen. Der Grund: Im Sommer steht die Sonne mittags im Süden nahezu senkrecht über dem Haus und damit zu hoch, um direkt die Innenräume zu erreichen. Unter www.dynamische-daemmung.de gibt es mehr Tipps.