Flexibler wohnen
Foto: djd/Massiv-Holz-Mauer/Behnisch Architekten
(djd). Mit jedem Lebensalter ändern sich die Bedürfnisse des Menschen an sein persönliches Wohnumfeld. So kommt ein junges Paar zunächst mit wenig Raum aus. Kündigt sich Nachwuchs an, wächst der Platzbedarf. Und wenn die Kinder eigene Wege gehen, kann man den Raum für Hobby und Freizeit, als zusätzliches Gästezimmer oder als Home-Office nutzen. Wer bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden bleiben möchte, für den werden barrierefreier Wohnraum auf einer
Ebene und die Möglichkeit zur häuslichen Pflege vielleicht einmal zum Thema. Moderne Architekturkonzepte machen flexibles, an die Lebenssituation anpassungsfähiges Wohnen einfach realisierbar und vor allem auch bezahlbar.
Wohnanlage mit "Dorfplatz"
In Münster-Sarnsheim am Rhein etwa entsteht derzeit eine Musterhaussiedlung in Modulbauweise aus dem Baustoff Massivholzmauer. Die Gebäude gruppieren sich um eine Art Dorfplatz, dem kommunikativen Zentrum der Siedlung. So entsteht eine lockere Gemeinschaft, bewohnt von jungen und alten Menschen, in der sich jeder in die Privatsphäre seiner vier Wände zurückziehen kann. Geplant ist zudem ein Pflegestützpunkt für jede Siedlung, der ein Verbleiben zu Hause auch im Fall der Pflegebedürftigkeit möglich macht. Die Häuser können aus verschiedenen Modulen mit Wohnflächen von 39, 78 oder 125 Quadratmetern aufgebaut werden, die Preise bewegen sich zwischen circa 50.000 und 155.000 Euro. Unter www.behnisch.biz gibt es mehr Informationen zu dem Projekt.
Holzbaustoff macht Anpassungen und Erweiterungen einfach
Beim Baustoff entschieden sich die Architekten für die Massivholzmauer. Naturbelassenes Holz wird bei seiner Herstellung zu einer massiven, setzungs- und verzugsfreien Wand verpresst. Das unbehandelte Naturmaterial ist wohngesund, leim- und chemiefrei. Die Wandelemente werden im Werk vorgefertigt, so dass sich die Rohbauzeit auf wenige Tage verkürzt. Die einfache Verbindung der Bauteile durch Verschrauben macht spätere Anpassungen besonders einfach. So können Module zur Erweiterung jederzeit nachträglich angebaut oder aufgestockt werden. Unter www.massivholzmauer.de gibt es mehr Informationen.
Massiv gemauert - aus nachwachsendem Holz
Feuchtigkeitsregulierend und ökologisch: Die Massivholzmauer verbindet die Vorteile des nachwachsenden Naturwerkstoffs Holz mit den statischen Eigenschaften einer massiven Mauer. Abschnittsbretter aus den Sägewerken werden in Kreuzlagen verpresst. Durch diese Verarbeitungstechnik kann das Holz nicht mehr "arbeiten", das heißt sich verziehen oder setzen. Als Verbindung kommen weder Leim noch Chemie, sondern Metallstifte zum Einsatz. Als Nebeneffekt eliminieren sie nach Herstellerangaben Mobilfunkstrahlung in den Innenräumen nahezu vollständig. Infos unter www.massivholzmauer.de.