Wertvoller Werkstoff Kupfer
Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut
(djd). Völlig unbemerkt von den meisten Menschen begleitet Kupfer das Alltagsleben. Als Wasserleitung sorgt es dafür, dass man stets Trinkwasser in bester Qualität aus dem Hahn entnehmen kann. In der Heizungsinstallation liefert es Wärme in die Räume, und als Stromleiter versorgt es die Beleuchtung, Hausgeräte, Computer und Unterhaltungselektronik mit Energie. Dabei werden übrigens rund zwei Tonnen des Werkstoffs pro durchschnittlichem Menschenleben
gebraucht.
Rohstoffsicherheit durch Recycling und große Ressourcen
Erfreulich ist, dass der wertvolle Rohstoff Kupfer nicht zu den seltenen Rohstoffen unseres Planeten zählt. Die Ressourcen, die sich noch im Boden befinden, werden laut dem Deutschen Kupferinstitut aktuell auf bis zu 2,3 Milliarden Tonnen geschätzt. Hinzu kommt, dass Kupfer genutzt, aber nicht verbraucht wird. Egal, ob das Metall pur oder in Legierungen wie Messing oder Bronze verarbeitet wird, es lässt sich als einziges Industriemetall ohne Qualitätsverluste vollständig wiederverwerten. So dürften mehr als 80 Prozent des Kupfers, das in den vergangenen Jahrtausenden vom Menschen genutzt wurde, noch heute im Kreislauf sein - theoretisch könnten sich in einem Bauteil des neuesten iPads ohne weiteres kleine Teile eines Schwertes aus keltischer Zeit wiederfinden.
Bewährter Werkstoff für die Technologien der Zukunft
Auch in der Entwicklung der Kommunikationselektronik und den Zukunftstechnologien zur Nutzung der erneuerbaren Energien spielt das rote Metall eine leitende Rolle. Bauteile in Computern, Mobiltelefonen, Fernsehern und Hi-Fi-Anlagen nutzen seine Fähigkeit zur Leitung von elektrischen Strömen mit geringem Widerstand. In jedem Generator zur Stromerzeugung, also auch in den großen Anlagen für Wind- und Wasserkraft, verbergen sich, wie in jedem Elektromotor, große Kupferwicklungen. Der Ausbau der "intelligenten Stromnetze" zur flächendeckenden Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen aus Sonne und Wind wird die Nachfrage nach dem Rohstoff ebenso steigern wie die Entwicklung der Elektromobilität.
Computer brauchen Kupfer
Eine schnelle und sichere Signalübertragung in den Verbindungen zwischen den winzigen Schaltern und Transistoren in den Mikroprozessoren moderner Computersysteme ist essenziell für deren reibungslose Funktion. Die Bauteile werden immer kleiner und zugleich leistungsstärker. Damit nimmt die Schwierigkeit der Verdrahtung weiter zu. Je dünner und enger sie wird, desto häufiger setzt man Kupfer dazu ein, das eine schnelle Signalübertragung ermöglicht. Aus den gleichen Gründen ist Kupfer unentbehrlich in der Nachrichtentechnik, bei Funk, Fernsehen und Handy.