Foto: djd/JalouCity
(dtd). Wie wir wohnen, wirkt sich unmittelbar auf unser Weltklima aus. Denn rund 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs wird durch die Nutzung von Gebäuden verursacht. Wieviel Energie ein Haus verbraucht, bestimmt nicht nur die Wärmedämmung der Gebäudehülle und die eingebaute Heiz- und Kühltechnik. Eine wichtige Rolle spielen auch Sonnenschutzsysteme. Alleine in Europa könnte konsequenter Sonnenschutz an Gebäuden jährlich rund 111 Millionen Tonnen
Kohlendioxid-Ausstoß verhindern, hat das belgische Physibel-Institut in der so genannten ESCORP-Studie ausgerechnet.
Wärmeverluste und Wärmeeintrag gezielt kontrollieren
Rollladen, Raffstoren, Jalousien, Rollos und Vorhänge beeinflussen die Energiebilanz eines Hauses zu jeder Jahreszeit. Im Winter sorgen außen- und innen liegende Sonnenschutzsysteme für zusätzliche Luftpolster an den Fensterflächen, die Energieverluste nach außen reduzieren. Gleichzeitig lassen sich winterliche Sonnenstrahlen tagsüber durch geöffnete Sonnenschutzsysteme an den Fensterflächen gezielt "einfangen“ und so zur Heizungsunterstützung nutzen. Im Sommer sorgt gezielt eingesetzter Schatten umgekehrt dafür, dass die Energie der Sonnenstrahlen erst gar nicht ins Haus gelangt. So liegen die Temperaturen in den Räumen im Sommer um rund fünf Grad niedriger, wenn nicht nur eine Sonnenschutzverglasung, sondern zusätzlich ein außenliegender Raffstore die Strahlen abhält. Das hat eine Studie des Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) ermittelt. Die Studie beziffert das Einsparpotenzial für den Primärenergiebedarf auf bis zu 40 Prozent, wenn zusätzlich zu einer Sonnenschutzverglasung außen liegende Raffstoren und innen liegende Rollos eingesetzt werden.
Eine gezielte Steuerung des Tageslichts wirkt sich auch auf den Stromverbrauch für Kunstlicht aus. Wenn sie sich problemlos an die aktuelle Nutzung des Raums etwa zum Arbeiten, Fernsehen, Lesen oder Entspannen anpassen lässt, sinkt auch der Bedarf an zusätzlicher künstlicher Beleuchtung.
Komplettsysteme vom Fachmann
Alles auf Wunsch per Knopfdruck
(dtd). Planung und Installation von Sonnenschutzsystemen legt man am besten in die Hände eines erfahrenen Fachbetriebs. So lässt sich sicherstellen, dass alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind und zu jeder Jahreszeit optimale Klima- und Lichtverhältnisse im Haus schaffen. Adressen von Handwerkern und Herstellern gibt es beim Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. unter www.rs-fachverband.de oder Telefon: 0208-4696-260. Zur perfekten Funktion gehören heute auch elektronische Steuerungen. Sie öffnen und schließen die Sonnenschutzkomponenten per Knopfdruck über eine Funkfernsteuerung. Zusätzlich bieten bedienerfreundlich gestaltete Steuerungen wie das Warema Mobile System (WMS) die Möglichkeit, bestimmte Szenarien abzuspeichern und einfach abzurufen. So kann man etwa mit einem einzigen Knopfdruck die Rollladen schließen, gedämpftes Licht einschalten und einen dekorativen Raffstore vor dem Fenster herunterlassen. Das System lässt sich zudem mit Wind- und Wettersensoren kombinieren, die dann je nach aktueller Sonnen- und Wetterlage automatisch die optimale Verschattung herbeiführen.
Rollladen: alles dicht
Außen liegende Rollladen sorgen nachts dafür, dass weder unerwünschte Blicke noch Licht ins Haus dringen können. Im Winter bauen sie zudem ein festes Luftpolster vor dem Fenster auf und verhindern so, dass die Heizungswärme nachts durch die Fensterflächen entweicht. Ältere Rollladen können allerdings selbst zum Energieproblem werden. Denn alte Rollladenkästen sind oft gar nicht oder nur unzureichend gedämmt, durch die Öffnung der Seilzüge kann die Außenluft manchmal ungehindert in die Innenräume dringen. Spezielle Renovierungssysteme wie Renokit von Schweiker oder Thermosafe von Marley bieten hier einfache und preiswerte Möglichkeiten zur Verbesserung.
Soll auch bei geschlossenem Behang noch Licht in die Räume dringen, bieten sich zwei Rollladensysteme an: zusätzlich zu den geschlossenen Lamellen bietet der Hersteller Schanz transparente Lichtschienen an, die durch ein Lochmuster Restlicht eindringen lassen. Jede dritte bis vierte Lamelle lässt sich so "transparent“ gestalten. Von Warema gibt es die Zusatzausstattung Visio mit einem zweiteiligen Behang. Der geteilte Rollladenpanzer lässt sich komplett schließen oder auch bei geschlossenem Behang ein Sichtfenster offen halten, dessen Höhe sich variieren lässt.
Raffstoren: Beleuchtung nach Maß steuern
Außen liegende Raffstoren sind nicht von ungefähr häufig an Bürogebäuden zu finden. Ihre waagerechten schwenkbaren Lamellen machen es ganz einfach, den Lichteinfall optimal zu steuern und so eine Beleuchtungssituation nach Maß zu schaffen. So lassen sich auch schräg stehende Sonnenstrahlen optimal abfangen, ohne den Raum zu verdunkeln. Raffstoren spielen zudem eine wichtige Rolle bei der architektonischen Gestaltung von Fassaden. Es gibt sie in vielen Varianten und Farben auch für Dachliege- und angeschrägte Fenster.
Innenliegender Sonnenschutz: wichtige Einrichtungskomponente
Bei der Auswahl von innenliegenden Rollos, Jalousien, Plissés, Vertikal-Jalousien und Vorhängen steht die Gestaltung der Innenräume im Vordergrund. Die Bandbreite an Systemen, Stoffarten und -dekoren ist riesig. Dennoch sollte man funktionale Aspekte nicht vernachlässigen. "Die Stoffe verringern effektiv den Wärmeverlust, der durch die Fenster entweicht", sagt Alexander Rosenkranz, Geschäftsführer des Herstellers JalouCity. Je dichter der Behang am Fenster, desto besser auch seine Isolierwirkung. Gerade in einem Altbau mit unsanierten Fenstern kann der innen liegende Sonnenschutz da eine wichtige Funktion übernehmen. Rollos, Faltstores oder Vorhänge mit reflektierender Außenseite tragen dazu bei, dass es im Sommer spürbar kühler bleibt. Sie reflektieren einen Teil der Sonnenstrahlung wieder nach außen und sind daher ideal, wenn etwa in einer Mietwohnung kein zusätzlicher außen liegender Sonnenschutz möglich ist.
Infokasten:
Sonnenschutz und Einbruchschutz
(dtd). Sonnenschutzsysteme können auch die Sicherheit im Haus erhöhen und Langfingern das Leben schwer machen. Moderne Rollladen etwa sind gegen Aufhebeln und Hochschieben gesichert. So wird das Eindringen über Fenster und Fenstertüren deutlich schwieriger. Elektronische Steuerungen leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag. Zum einen öffnen und schließen sie die Rollladen, auch wenn gerade niemand zu Hause ist. Zum anderen kann durch die automatische Steuerung innenliegender Sonnenschutzsysteme und der Beleuchtung Anwesenheit simuliert werden, was die meisten Einbrecher ebenfalls abschreckt und von ihren geplanten Aktivitäten abhält.
Wintergarten – zu jeder Jahreszeit nutzen
(dtd). Ein Wintergarten bietet auch während der kalten Jahreszeit die Möglichkeit, Sonne und Natur möglichst hautnah zu genießen. Sobald die Sonne länger scheint, kann es hinter der Rundum-Verglasung allerdings schnell zu warm werden. Sonnenschutz ist also ein Muss, wenn der Wintergarten das ganze Jahr über Freude bereiten soll. Geeignet sind Rollladen- oder textile Markisensysteme. Die Rollladen mit transparenten Select Profile Lamellen von Schanz erlauben eine gute Lichtsteuerung. Textile Markisen gibt es in vielen verschiedenen Stoffarten mit unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit. Spezielle Modelle wie Targa von Klaiber bieten auch für architektonisch ungewöhnliche Wintergärten eine einfache Beschattungslösung. Ihre Führungsschienen lassen sich verschieben, da das Tuch nicht in, sondern über der Schiene läuft. So ist auch eine Anpassung etwa an schräg abfallende Seitenteile möglich.
Hilfreiche Links:
www.rs-fachverband.de
www.klaiber.de
www.jaloucity.de
www.warema.de
www.schanz.de
www.marley.de
www.schweiker.de