Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Foto: djd/Initiative Holz und Pellets
(djd). Wenn es draußen stürmt und schneit, machen es sich die Menschen gerne in den eigenen vier Wänden gemütlich. Doch angesichts der in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegenen Energiepreise hat sich das mollig warme Zuhause zu einem kostspieligen Vergnügen entwickelt, das vielen Bundesbürgern
Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Immerhin entfallen durchschnittlich rund 85 Prozent der Energiekosten in einem Haushalt auf Heizung und Warmwasserbereitung.
Deutliche Preisvorteile
Auf der sicheren Seite ist dagegen, wer beispielsweise auf umweltfreundliche Holzpellets setzt. Deren Preise liegen derzeit rund 35 Prozent unter denen von fossilen Energieträgern mit vergleichbarer Heizleistung. Auch die über das Jahr hindurch auftretenden Preisschwankungen sind bei den kleinen Holzpresslingen nach Angaben des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) deutlich geringer als bei anderen Brennstoffen. Inzwischen gibt es zwischen Berchtesgaden und Flensburg bundesweit über 60 Produzenten, welche die sechs bis zehn Millimeter dicken und ein bis drei Zentimeter langen Pellets herstellen. Mehr als 600 Händler beliefern die deutschen Verbraucher damit, wobei das Angebot die tatsächliche Nachfrage übersteigt, so dass die Versorgungssicherheit auch in einem strengen Winter gewährleistet ist.
Transparente Kontrolle
DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele weist darauf hin, dass die Verbraucher beim Kauf auf eine gewisse Qualität der Holzpellets achten sollten, damit die Heizanlage reibungslos funktioniert und es im Kessel zu keinen Verschlackungen kommt. "Das neue Qualitätszeichen ENplus kontrolliert die gesamte Bereitstellungskette von der Herstellung bis zur Anlieferung beim Endkunden. Dieses Zertifizierungssystem geht in seinen Anforderungen dabei sogar noch über die gültige EU-Norm hinaus", betont Bentele.
Erstmals müssen nun auch die Händler strenge Kriterien bei Logistik, Lagerung und Lieferung erfüllen. Unter www.holzundpellets.de sind die zertifizierten Produzenten und Händler verlinkt. Verbraucher finden die ENplus-Klassifizierung bei Ware aus dem Tankwagen auf der Rechnung oder dem Lieferschein und bei Sackware auf der Verpackung.
Standard setzt sich durch
Betreiber kleiner und mittlerer Heizanlagen sollten auf Premiumpellets vom ENplus-Standard "A1" zurückgreifen, denn diese verfügen über einen besonders niedrigen Aschegehalt. Dies sorgt für einen störungsarmen Heizungsbetrieb. Pellets der Kategorie "A2" haben einen leicht höheren Aschegehalt und sind für größere Anlagen gedacht, Industriepellets werden mit "B" gekennzeichnet. Nach Angaben des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) erfolgte im Herbst 2010 bereits die Hälfte der heimischen Pelletsproduktion nach den Vorgaben des ENplus-Standards.