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Start Das eigene Haus Nachwachsend und naturgesund

Nachwachsend und naturgesund

Holz: ein Baustoff mit Zukunft

Das gesunde Wohnklima von Holz wird bei Bauherren und Hausbesitzern dennoch immer beliebter.
Foto: djd/Haacke
(dtd). Bereits im 19. Jahrhundert wunderte sich der scharfzüngige Schriftsteller Mark Twain darüber, „warum die Deutschen, die so viele Wälder haben, sich partout darauf versteifen, Häuser aus Stein zu bauen“. Ironisch fügte er hinzu, dass sie sich wohl in kalten feuchten Steinhäusern erst mal den Rheumatismus holen müssten, um ihrem guten Rheuma-Kurorte auch voll genießen zu können. Natürlich sind moderne Massivhäuser aus Stein weder feucht noch kalt – das gesunde Wohnklima von Holz wird bei Bauherren und Hausbesitzern dennoch immer beliebter.

Nachwachsender Baustoff mit Raumklima-Plus

Der Naturbaustoff punktet schon während der Bauphase: Holzhäuser stehen in der Regel schneller als ein massiv gemauertes oder aus Beton gegossenes Haus. Sie sind von Anfang an trocken, während Nassbaustoffe ein paar Wochen trocknen oder manchmal sogar „trockengewohnt“ werden müssen. Der nachwachsende Rohstoff Holz ist so gut wie unbegrenzt verfügbar, zumindest wenn er aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Bei Hölzern aus Deutschland, Mittel- oder Nordeuropa ist das heute so gut wie immer der Fall. Holz lebt und atmet, das Baumaterial trägt so zu einem guten Raumklima bei. Holzgebäude gelten gerade für Allergiker als ideal, da sich weniger Staub und nur selten Schimmel bildet und das Material selbst keine Schadstoffe emittiert.

Ein Material, viele Bauweisen

Beim Bauen mit Holz unterscheidet man eine Reihe unterschiedlicher Grundkonstruktionen wie die Holzrahmen- und Holztafelbauweise, die Holzständerbauweise, das Fachwerk oder den Massivholzbau. Bei Holz-Fertighäusern am weitesten verbreitet ist der Holzrahmen- und Holztafelbau. Dabei wird ein Gerüst errichtet und beidseitig mit Platten aus Holz, Gipskarton oder anderen Werkstoffen beplankt. Der Vorteil für den Fertigbau ist, dass sich in dieser Bauart komplette Wandelemente mit Öffnungen für Fenster und Türen, mit Dämmung und Versorgungsleitungen vorfertigen lassen. Auf der Baustelle werden die Teile nach der Errichtung von Keller oder Bodenplatte nur noch zusammengesetzt, so dass das Gebäude in kürzester Zeit fix und fertig für den Innenausbau ist.

Gestaltungsfreiheit im Fachwerk

Erstaunlich aktuell zeigt sich auch heute noch der Fachwerkbau aus Holz. Diese Skelettbauweise wird etwa im gehobenen Fertighausbau angewendet, da sie auf der Basis des Fachwerkrasters weitgehende Gestaltungsfreiheit gibt. Das Holzskelett war früher üblicherweise aus massiven Balken, heute bevorzugt man Leimholz, das so gut wie nicht mehr arbeitet und sich daher nicht verziehen kann. Der Raum zwischen den tragenden Balken wird entweder mit massiven Baustoffen oder, wie bei Davinci Haus, mit Plattenelementen gefüllt. So können sich je nach Wunsch geschlossene massive oder transparente Glaselemente abwechseln und dem Haus anders als beim mittelalterliche Fachwerkbau eine große Offenheit zur umgebenden Natur verleihen.

Massiv bauen mit Holz

Auch massiv kann man mit Holz bauen. Eher geringe Bedeutung kommt heute der Blockbauweise zu, bei der die Außenwände des Gebäudes aus massiven Holzstämmen zum „Blockhaus“ zusammengesetzt werden. Diese Bauart ist relativ aufwändig, zudem „arbeiten“ die massiven Stämme oder Balken, so dass es zu Setzungen und Rissen kommen kann. Relativ neu ist die Massivholzmauer. Zu ihrer Herstellung werden Abfallbretter aus den Sägewerken kreuzweise mit Aluminium-Drahtstiften zu einer massiven Mauer verpresst. Das dabei entstehende Brettschichtholz oder Brettsperrholz kann nicht mehr arbeiten, seine bauphysikalischen Eigenschaften kommen einer massiv gemauerten oder gegossenen Konstruktion nahe. Die raumklimatischen Eigenschaften von Naturholz bleiben voll erhalten, da keine Kleber oder andere chemische Stoffe eingesetzt werden. Die Wandelemente eines Massivholzmauer-Baus werden nach Plänen des Architekten oder Planers im Werk vorgefertigt und auf der Baustelle verschraubt, so dass der Rohbau ähnlich schnell wie bei einem Fertighaus abgeschlossen ist.

CO2-sparsam bauen, energieeffizient wohnen

(dtd). Wer auf den weitgehend CO2-neutralen Baustoff Holz setzt, legt in der Regel auch Wert auf eine gute Energiebilanz für die Beheizung des neuen Hauses. Holz, Klimaschonung und Heizkostensenkung passen gut zusammen. Der Natur-Baustoff hat von Haus aus gute Dämmeigenschaften, die sich mit einer entsprechenden Ausstattung verbessern lassen. Nicht von ungefähr haben Holzhäuser in den kalten skandinavischen Ländern eine lange Tradition. Im Holzständer- oder –tafelbau wird die Dämung zwischen die Außen- und Innenwand eingebracht, geeignet ist z.B. der Holz-Recyclingwerkstoff Climacell, Holz- oder anderen Naturfasern oder Mineralfaserplatten. Dämmwerte und Luftdichtigkeit der Fertighausanbieter entsprechen den Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV). Unternehmen wie Fingerhaus bieten aber auch Modelle mit Niedrigenergiestandard bis hin zum Passivhaus an. Die Wärmedurchgangswerte der Massivholzmauer werden durch Lufteinschlüsse verbessert. Dazu werden die Bretter vor der Verpressung gerillt. Eine zusätzliche Außendämmung kann wie beim Massivholzhaus z.B. als vorgehängte hinterlüftete Fassade ausgeführt werden, wenn eine Außenverkleidung mit Holzprofilen oder anderen Plattenmaterialien geplant ist. Unter eine Putzfassade kann sie als Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ausgeführt werden.

Wohnraum erweitern mit Holz

(dtd). Kleine ältere Häuser entsprechen nicht immer dem aktuellen Platzbedarf ihrer Besitzer. Raum gewinnen lässt sich mit einem Ausbau des Dachs oder mit einem Anbau, wenn genügend Grundstücksfläche zur Verfügung steht. Große Dachgauben mit bodentiefen Fenstern etwa schaffen auch unter einem niedrigen Steildach Kopf- und Bewegungsfreiheit. Noch mehr Platz lässt sich mit einer Dachaufstockung gewinnen. Dabei kann der alte Dachstuhl meist erhalten bleiben. Er wird einfach höhergesetzt, indem die „Kniestock“ genannten Seitenteile in Holzständerbauweise verlängert werden. In Holzständer-, -rahmen- oder –tafelbau lässt sich auch ein neuer Anbau schnell realisieren. Der neue Baukörper kann direkt an das alte Haus angebaut oder, mit einem Übergang verbunden, als allein stehendes Bauteil errichtet werden. Ansprechpartner für Ausbau und Modernisierung mit Holz ist das Zimmerhandwerk.

Neue Fassade selbst gestalten

(dtd). Statt Putz eine Fassadenverkleidung aus Holz – das gibt einem alten Haus einen völlig neuen und natürlichen Look. Die Verkleidung mit Holzprofilen können versierte Heimwerker selbst ausführen. Hersteller wie Pinus oder Moco bieten verschiedene Profile an, die bereits fix und fertig eingefärbt und mit Holzschutz versehen sind. Auch sämtliche konstruktiven Elemente wie Unterlattung oder Kantenabschlüsse gibt es vorgefertigt, so dass die Arbeiten mit ausführlicher Bauanleitung leicht von der Hand gehen. Wer das neue Kleid für die Fassade mit einer Verbesserung des Wärmeschutzes verbinden möchte, kann auf Dämmelemente wie Holtafix von puren zurückgreifen. Die PUR-Dämmelemente sind bereits mit Holzleisten als Unterkonstruktion für die Fassadenprofile versehen.

Natürlicher Holzschutz

(dtd). Ganz ohne Schutz kommt Holz nicht immer aus. Die Giftcocktails vergangener Tage muss heute aber niemand mehr anfassen – es gibt genügend unbedenkliche Alternativen. Das Natureplus-Zeichen etwa bekommen nur umweltgerecht und überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugte Produkte, die gesundheitlich unbedenklich und nachhaltig sind. Komplett gift- und schadstofffrei sind etwa die Holzschutzprodukte von Masid. Statt Mikroorganismen abzutöten, schrecken sie diese ab. Der Trick: der obersten Holzschicht werden die Nährstoffe entzogen, so dass Schädlinge das Material nicht mehr als Nahrungsquelle identifizieren und unverrichteter Dinge weiterziehen. Holzfassaden unterliegen im Freien einer natürlichen Vergrauung, die auf Grund der Witterungseinflüsse aber nicht immer gleichmäßig ist. Wer von Anfang an eine gleichmäßige silbergraue Patina wünscht, kann sie durch einen Anstrich mit einer Vergrauungslasur von Pinus erzeugen.

Info-Adressen und Links

Bauen mit Holz: www.fingerhaus.de www.davinci-haus.de www.trivselhus.de www.haacke-haus.de www.eksjohus.de www.massivholzmauer.de www.fertighauswelt.de

Holzhaus dämmen: www.climacell.de www.daemmt-besser.de www.puren.de www.bauder.de www.klugdaemmen.de www.nachwachsende-rohstoffe.de

Modernisieren und ausbauen mit Holz: www.zimmermeister-modernisieren.de www.pinus.de www.moco.de

Gesunder Holzschutz: www.natureplus.de www.biopin.de www.masid.de

 

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