Foto: djd/Somfy GmbH
(dtd). Extreme Hitze, Gewitter mit Platzregen, kühle Phasen, und der Herbst kommt auch wieder viel zu früh: die Unwägbarkeiten des Wetters können Garten- und Terrassenbesitzer nicht vorhersehen. Für echte Outdoorfans sind Petrus‘ Launen aber kein Grund, Trübsal zu blasen und sich die Lust aufs Feiern im Freien verderben zu lassen. Richtig ausgestattet, ist die Terrasse zu Hause für
ziemlich jedes Wetter gerüstet und wird zur Party- und Chillout-Zone für alle Gelegenheiten. Gegen Hitze helfen textile Beschattungssysteme, und bei Regen zieht man sich einfach "hinter Glas“ zurück.
Markisen: beliebtester Sonnenschutz für Terrasse und Balkon
Über pralle Sonne freuen wir uns – doch die meisten Menschen in unseren Breitengraden haben empfindliche Haut, die direkter Sonneneinstrahlung nicht zu lange oder nur gut geschützt ausgesetzt werden sollten. Komfortabel und sicher sitzt es sich unter einem textilen Sonnenschutz. Markisen und Sonnensegel etwa gibt es heute in einer Vielzahl von Ausführungen und Gestaltungsvarianten – da fällt dem Laien die Wahl des richtigen Systems oft schwer. Vor der Anschaffung sollte man sich daher ein paar Gedanken machen, um die richtige Kaufentscheidung zu treffen.
Qualität zahlt sich langfristig aus
Preiswerte Baumarktangebote sollte man kritisch unter die Lupe nehmen: Dünne Materialstärken, kinderwertig verarbeitete Stoffqualitäten und Gelenke, die ausschlagen oder sogar brechen können, mindern den Spaß an der neuen Markise schnell und können zudem gefährlich sein. Und: wer die Markise selbst an der Hauswand befestigt, verliert in der Regel die Herstellergarantie. Falls die Markise einen kräftigen Windstoß nicht aushält, steht er mit seinem Schaden dann alleine da. Hochwertige Markisenstoffe, in der Regel Acryl oder Sunsilk, lassen den Regen abperlen und saugen sich nicht mit Feuchtigkeit voll. Das Gestänge sollte ebenso wie alle beweglichen Teile solide verarbeitet und alle Materialien rostfrei sein – sonst klemmt’s schon nach dem nächsten Winter. Bei Markenherstellern wie Klaiber oder Warema und der Montage durch einen Fachbetrieb muss man zwar mit deutlich höheren Kosten als im Baumarkt rechnen, Qualitätsmarkisen können aber auch 30 Jahre und mehr halten.
Gelenkarmmarkisen für Terrasse und Balkon
Frei tragende Gelenkarmmarkisen etwa von Warema können je nach Typ und Preisklasse Ausladungen von 2,50 bis zu vier Metern erreichen – genügend Schatten also für den Balkon oder eine normale Terrasse. Cassettenmarkisen sind ähnlich aufgebaut, das Tuch verschwindet aber beim Einrollen in einer wetterfesten Markise. So kann dem Tuch auch an einer wetterexponierten Stelle nichts passieren. Top-Modelle wie die Cassettenmarkise Resobox lassen sich in einer Länge von bis zu 18 Metern ordern – genügend Schattenplatz also für sehr große Häuser oder sogar Straßencafés.
Richtig viel Schatten: Pergolamarkise
Wer richtig große Flächen mit Sonnenschutz überspannen möchte, liegt mit einer Pergolamarkise richtig. Eine fest installierte Stützkonstruktion aus filigranen Aluprofilen gibt etwa dem Modell Miranda Festigkeit, die selbst eine Tuchausladung von bis zu sieben Metern trägt. Die Profilkonstruktion kann zudem als gliederndes Gestaltungselement eingesetzt werden.
Sonnen unterm Segel
Sonnenschutz mitten im Garten bieten Sonnenschirme oder – ebenfalls für größere Schattenflächen – freistehende Markisen. Wer flexibel bleiben will, wählt Querfüße, mit denen sich die Markise leicht transportieren lässt. Wenn der Schatten immer am gleichen Platz gewünscht ist, lassen sich auch Bodenhülsen fest im Gartenboden fixieren. Eine Alternative in attraktivem Design stellen die Sonnensegel dar, die seit ein paar Jahren erhältlich sind (siehe www.warema.de). Sie sind ebenfalls als transportable und fest eingebaute Variante erhältlich.
Hausautomation für Sonnenschutz nach Maß
Kleinere Markisen gibt es auch heute noch mit „Handbetrieb“ über eine Kurbel zum Auf- und Abrollen des Tuchs. So gut wie alle größeren Modelle werden aber standardmäßig mit komfortablem Motorantrieb angeboten, der dem Besitzer die Kurbelei abnimmt. Fast schon Standard ist die Steuerung über Funkfernbedienung. Ideal ist es, dabei auf ein System wie io-homecontrol zu setzen. Damit lassen sich von einer Bedieneinheit aus nicht nur die Markise, sondern auch weitere Komponenten wie Rollladen, Außenbeleuchtung oder der Gartenspringbrunnen steuern (Infos: www.somfy.de). Von Spezialisten wie Somfy gibt es auch Wind- und Wettersensoren oder Zeitsteuerungen. So kann die Markisenbedienung vollautomatisch erfolgen und sie stellt sich automatisch auf Witterung und Tageszeit ein.
Regensicher hinter Glas
Richtig wetterfest wird die Terrasse, wenn es z.B. unter einem Glasdach auch bei Regen gemütlich bleibt. Ideal sind Modelle wie Terrado von Klaiber. In die Trägerprofile sind bereits Führungsschienen für ein Markisentuch eingearbeitet, so dass sich zum Regenschutz mit wenigen Handgriffen ein motorbetriebener Regenschutz montieren lässt (Infos: www.klaiber.de). Mit Seitenverglasungen, Wärmestrahlern und Beleuchtung lässt sich das Glasdach auch für herbstliches Wetter ausbauen.
Wintergarten: ganzjährig naturnah leben
Wer zu jeder Jahreszeit naturnahe Wohnerlebnisse wünscht, investiert in einen Wintergarten. Beim Anbau als rundum geschlossener und zur ganzjährigen Nutzung bestimmter Raum sind heute auch die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu beachten. "Beim Wintergarten muss ein Mehrscheiben-Isolierglas mit erhöhter Wärmedämmung - also ein Wärmedämmglas - in Verbindung mit hoch dämmenden Rahmenmaterialien zum Einsatz kommen", erklärt Diplom-Ingenieur Franz Wurm, erster Vorsitzender des Wintergarten Fachverbandes e.V. (Infos: www.wintergarten-fachverband.de). Sonnenschutz mit Markisen oder Rollladensystemen ist auch im Wintergarten wichtig (siehe z.B. www. www.rollladen.de) – sonst kann es hinter Glas bereits im Frühjahr unangenehm heiß werden.
Terrasse sucht Anschluss
Elektroausstattung für den Außenbereich richtig planen
(dtd). Radio hören, Steaks auf dem Elektrogrill und die Nacht zum Tage machen: Die Terrasse wird besonders im Sommer zum "Zweitwohnzimmer". Um dort entsprechenden Komfort zu genießen, muss auch die Elektroinstallation stimmen. Für Flexibilität sollten mindestens eine 230-Volt-Mehrfachsteckdose mit drei Anschlüssen sowie ein Antennenanschluss sorgen.
"Grundsätzlich müssen alle Installationsmaterialien für den Einsatz im Freien geeignet sind, um Kurzschlüssen und Stromschlägen vorzubeugen. Außensteckdosen sollten auf jeden Fall mit Klappdeckeln gesichert und von innen schaltbar sein", rät Hartmut Zander von der Initiative Elektro+. Außerdem müssen sie über einen Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) abgesichert werden.
Wandleuchten sehen schick aus und blenden im Unterschied zu Spots nicht, wenn man abends noch gemütlich draußen sitzen möchte. Für die eigene Sicherheit und zum Schutz vor ungebetenen Gästen sollte die Wegbeleuchtung ums Haus und im Garten über Bewegungsmelder aktiviert werden. Nicht vergessen sollte man auch die Stromversorgung für den elektrischen Rasenmäher oder eine Teichpumpe. Eine saubere Lösung sind Steckdosensäulen, die über erdverlegte Kabel fast überall im Garten für guten Anschluss sorgen. Die empfohlene Elektroausstattung für den Außenbereich von der Standard-Variante bis zur Komfort-Ausstattung kann unter www.elektro-plus.com nachgelesen werden.
Boden: wetterfeste Lösungen
(dtd). Nicht nur dem Menschen, auch dem Terrassenboden können Sonne und Regen zusetzen. Wie lange die Freude an einem schönen Boden währt, hängt auch vom Material ab. Der Klassiker Naturstein etwa sieht gut aus – allerdings können Verschmutzungen und Flecken etwa von verschütteten Getränken in die Kapillarstruktur des Materials eindringen. Werden sie nicht sofort entfernt, drohen dauerhafte Verfärbungen. Auch die Entfernung von Moosen und Algen erfordert regelmäßigen Pflegeaufwand, etwa mit Spezialreinigern und Imprägnierungen von Lithofin (Fleckenberater: www.lithofin.de).
Ebenfalls aus Stein sind so genannte Natursteinteppiche etwa von Renofloor. Dafür werden Naturstein-Granulate in einem speziellen Harz gebunden (Infos: www.renofloor.de). So lassen sich durch das Spiel mit verschiedenen Gesteinsarten interessante Farbeffekte erzielen, und die Oberfläche desBodens, den Heimwerker gut selbst verlegen können, ist sehr wetterbeständig.
Keramische Fliesen überstehen die Anfechtungen des Wetters weitgehend unbeeindruckt. Die glasierte Oberfläche bietet Schmutz und Mikroorganismen kaum Angriffsfläche, in der Regel genügen für die Pflege Wasser und normaler Haushaltsreiniger (Infos und Ideen: www.deutsche-fliese.de)
Holzböden sind wegen ihrer natürlichen Ausstrahlung und ihres angenehm fußwarmen Tritts beliebt, Verwitterungsspuren lassen sich aber nicht vollkommen vermeiden. Harte Tropenhölzer wie Bangkirai haben eine hohe Wetterfestigkeit. Wer nach einer günstigeren Lösung sucht, kann einheimische kesseldruckimprägnierte Hölzer wählen, die besser gegen die Witterung geschützt sind als unbehandeltes Holz. Eine Alternative bieten Holzverbundwerkstoffe wie Pinuform, die optisch und haptisch nahe am Naturholz liegen (Infos: www.pinus.de). Holzfasern werden mit Polyethylen zu wetterfesten Dielen verpresst, auf die es vom Hersteller eine Garantie von 10 Jahren gibt.
Outdoor-Musik ohne Reue
(dtd). Das HiFi-Equipment aus dem Wohnzimmer für die Gartenparty nach draußen zu transportieren, widerstrebt echten Technikfans: Hitze und Feuchtigkeit können der empfindlichen Technik zusetzen, und die teuren Boxen können beim Transport schon mal eine Schramme abbekommen. Ein perfekte Lösung bieten hier so genannte Pursonic-Soundboards, die unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen sind. Die Soundboards, die es in Größen von 20 x 15 Zentimetern bis 100 x 65 Zentimetern gibt, sind nur wenige Millimeter stark. Sie können einfach flächenbündig in jede Wand eingebaut werden. Und das Beste: einmal eingebaut, lassen sie sich mit fast allen Belägen wie Tapete, Farbe, Fliesen, Spiegeln oder in der Hausfassade auch mit Putz verkleiden.